Nicht deswegen, weil uns zu alledem nichts einfällt. Sondern aus dem Grund, weil uns gar nicht interessiert, was Philipp Seiler in den vergangenen Jahren so alles angestellt haben soll. Jedenfalls im deutschen Black- und Pagan Metal-Underground gehört die Kenntnis darüber zum Allgemeinwissen; Philipp Seiler hat seine Aktivitäten auch nie wirklich verbergen wollen oder können.
Wir haben uns mit einem eigenen Artikel zu "Freki" & VARG zurückgehalten, weil es uns um etwas anderes geht als um die Denunziation von jemanden, der die Büchse der Pandora in Panik geöffnet hat und nun relativ hilflos mit ansehen muss, wie sein Luftschloss am Boden der Tatsachen zerschellt.
Für uns gibt es wichtigeres als die Klärung der Frage, welche Bandhemden im Kleiderschrank von Philipp Seiler liegen. Uns interessiert vor allem die Reaktion der "Kollegen", von der deutschen Metal-Presse, auf die Enthüllungen über Philipp Seiler. Denn seit einigen Jahren sind es insbesondere Legacy und Rock Hard die mit Argusaugen darüber wachen, dass der Black- und Pagan Metal sich dem Diktat der "political correctness" unterwirft. Allerdings ist man dabei alles andere als konsequent - schon mehrfach haben wir über die hier praktizierte Doppelmoral und Heuchelei im Umgang mit solchen Bands, denen zum Beispiel Kontakte "an den rechten Rand" der Metal-Szene nachgesagt werden, berichtet. Wofür die eine Band gnadenlos an den Pranger gestellt wird, da bekommt die andere Band eine salbungsvolle Absolution erteilt. Wie wird man sich nun bei Philipp Seiler und seiner Band VARG verhalten?
Die Redaktion des Legacy hat diese Frage mit einem ausführlichen Artikel beantwortet. Wenig überraschend - beim Legacy will man nicht gewusst haben, welchen Aktivismus Philipp Seiler seit 2007 vor allem im Osten Deutschlands entfaltet hat. Das ist natürlich unglaubwürdig. Philipp Seiler führte kein Doppelleben; er war nicht an dem einen Wochenende der harmlose "Freki" auf Tour mit VARG und am anderen Wochenende der grausame Wolf auf Pirsch im "braunen Sumpf" der Metal-Szene. Sicherlich wollte Philipp Seiler gerne auf zwei Hochzeiten tanzen, allerdings tat er das ganz ohne Maske und Verkleidung. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Redaktion des Legacy im Verlauf von drei Jahren nicht einen einzigen Hinweis auf die "extracurricularen" Aktivitäten des Philipp Seiler erhalten haben will. Sollte diese Behauptung der Wahrheit entsprechen, dann verdeutlicht das die enorme Kluft zwischen der Redaktion des Legacy und dem Underground des Black- und Pagan Metal. Aber wir trauen unseren "Kollegen" schon ein wenig mehr Durchblick zu, als sie uns jetzt weismachen wollen...
Das würde bedeuten, dass sie sich mit Philipp Seiler eingelassen haben - in Form von Interviews mit VARG und Werbung für VARG/WOLFSZEIT-Festival - obwohl ihnen bekannt war, dass er Kontakt zu einer gewissen "Person der Zeitgeschichte" unterhält, und dass er Konzerte von "kontroversen" Bands besucht oder solche Konzerte sogar selber organisiert. Anstatt jetzt still im eigenen Glashaus zu sitzen, nimmt man einen Stein und wirft ihn - auf uns! Denn irgendwo muss die "Hetzkampagne" gegen Philipp Seiler ja ihren Ausgang genommen haben. Irgendwer war so ein Schuft und hat den Philipp Seiler verpfiffen. Also bedient man sich in der Redaktion des Legacy einer Verschwörungstheorie, um die virtuelle Windzeit, welche um VARG herum entfacht wurde, einem Einzeltäter anzuhängen. Und nebenbei bringt man auch das Ablaze mit dieser Person in Verbindung; in der Hoffnung, man könnte uns auf diese Weise diskreditieren.
Wir diskutieren generell keine "Personalfragen". Fast alle Mitarbeiter des Ablaze schreiben unter Pseudonym, weil sie es so wünschen. Und wir respektieren diesen Wunsch, denn einige von ihnen sind zum Beispiel auch an anderer Stelle journalistisch tätig. Außerdem halten wir es für relativ unbedeutend, wer etwas für das Ablaze schreibt. Viel wichtiger ist doch, was geschrieben und von uns veröffentlicht wird. In der Redaktion des Legacy kennt man den Inhalt des Ablaze offenkundig nur vom Hörensagen; andernfalls sollte man doch wissen, dass der Versuch, unser Heft als "rechte Postille" darzustellen, völlig albern ist. Unser Grundsatz lautet: Keine Zensur und keine Bevormundung! Respekt für die Meinungs- und die Kunstfreiheit. Deshalb kommt bei uns jeder so zu Wort, wie es einer authentischen Selbstdarstellung entspricht. Aber das nur am Rande...
Die Falschdarstellung unserer Berichterstattung, durch die Redaktion des Legacy, ist so vorhersehbar wie sinnfrei. Zum Beispiel wird behauptet, wir hätten die Band VARG "nach Kräften gebrandmarkt" und andere Bands wie TEMNOZOR und NOKTURNAL MORTUM freigesprochen. Dabei wird von uns die Band VARG bisher gar nicht erwähnt. Wir haben auch an keiner Stelle behauptet, der Philipp Seiler sei ein "Nazi". Aber es ist eine Tatsache, dass weder TEMNOZOR noch NOKTURNAL MORTUM unter dem Akronym "NSBM" subsumiert werden können, weil sich weder die Texte noch die Präsentation dieser Bands politisch katalogisieren lassen. Wer anderer Meinung ist, der soll diese bitte mit Argumenten untermauern anstatt einfach nur im Nebel zu stochern. Will man diese beiden Bands dem "NSBM" zuordnen, dann gehört auch BURZUM in diese Schublade. Aber das Tragen von BURZUM-Hemden ist auf dem Wolfszeit-Festival nicht "verboten"... Soviel dazu!
In dem besagten Artikel der Legacy-Redaktion ist davon die Rede, dass das "Outing" von Philipp Seiler "erzwungen" ist. Das ist insofern unrichtig, weil er ja gar kein geheimes Doppelleben geführt hat. Was nun als "Enthüllung" im Weltnetz kolportiert wird, das ist die Zusammenfassung all jener Anekdoten über Philipp Seiler, die nicht erst seit gestern in Umlauf sind. Durch sein eigenes Verhalten hat er soviel Unmut in der Black- und Pagan Metal-Szene hervorgerufen, dass einige Mitglieder "sozialer Netzwerke" wie MySpace, Last.FM, etc., sich dazu veranlasst sahen, mit der Veröffentlichung von kompromittierenden Fotos und Anekdoten zu kontern. Philipp Seiler hat denkbar dumm darauf reagiert, und mit seinen Ausreden die Kampagne gegen ihn erst richtig angefacht.
Erzwungen ist vielleicht etwas anderes, und darüber wird man nicht nur in der Redaktion des Legacy sehr wütend sein. Denn am Anfang reagierten die Verantwortlichen bei Legacy, RockHard, PartySan Open Air, usw. mit Ignoranz und Schweigen auf die Behauptungen über Philipp Seiler, welche die Runde im Weltnetz machten. Im Forum des RockHard wurde die Diskussion zu diesem Thema regelrecht abgewürgt. Wohl nicht zu Unrecht wird man davon ausgegangen sein, dass die Aufregung über Philipp Seiler sich bald legt und man zur Tagesordnung - auf der zum Beispiel die Veröffentlichung von "Blutaar", mit einem stattlichen Budget in nahezu allen Metal-Publikationen Deutschlands beworben, steht - übergehen kann. Mit unserer Ankündigung, dass wir ein derartiges "unter-den-Teppich-kehren" nicht kommentarlos hinnehmen werden, haben wir den Versuch, die "Affäre VARG" weitgehend stillschweigend oder bagatellisierend zu den Akten legen zu können, erfolgreich vereitelt. Ja, wir haben insbesondere unsere "Kollegen" darauf hingewiesen, dass man sie in dieser Situation an ihren eigenen "moralischen Maßstäben" messen und richten wird. Denn wie kann es sein, dass Philipp Seiler über scheinbar beste Kontakte am "rechten Rand" des Black- und Pagan Metal verfügt und trotzdem mit seiner Band VARG auf dem PartySan Open Air auftreten darf, während andere Bands, denen man solche Verbindungen nur nachsagt, noch nicht einmal in die Nähe dieses Festivals kommen dürfen? Hier offenbart sich ganz exemplarisch die Scheinheiligkeit und Heuchelei jener "Moralisten", die ansonsten immer klare Verhältnisse und eindeutige Bekenntnisse bei den Bands des Black- und Pagan Metal einfordern. Nun wurden sie gegen ihre Willen dazu gezwungen, endlich Stellung zu beziehen. Das Legacy, dessen Zusammenarbeit mit Philipp Seiler aufgrund des geplatzten Plattenvertrags zwischen VARG und Nuclear Blast sowieso nicht mehr so eng wie noch im letzten Jahr gewesen ist, hat den Anfang gemacht und sich von Philipp "Freki" Seiler distanziert. Ob es jetzt überhaupt noch zum Abdruck des Interviews zwischen RockHard und Philipp Seiler, mit dem er "reinen Tisch" machen will, kommen wird, bleibt abzuwarten.
Man opfert Philipp Seiler, aber man tut es sehr widerwillig. Denn sein Fall hat noch eine zusätzliche Dimension, die bisher kaum beachtet wurde. Im Gegensatz zu bspw. Ørjan "Hoest" Stedjeberg von TAAKE, der seinen Hakenkreuz-Eklat aus dem Jahr 2007 einfach mit ein paar banalen Kommentaren aus der Welt geschafft hat, wollte Philipp Seiler ganz übereifrig sein - indem er sich auf einmal als "Kämpfer gegen rechts" präsentierte und eine "VARG gegen Nazis"-Kampagne inszenierte. Anstatt sich auf die zwar alberne, aber erfahrungsgemäß sichere Position des "unpolitischen" Metal-Musikers zurückzuziehen, hat Philipp Seiler seine Band VARG mit "antifaschistischen" Parolen politisiert. Dadurch gibt es nun einen "Antifaschisten" Philipp Seiler, der sich, um die Redaktion des Legacy zu zitieren, "im rechten Spektrum jahrelang angebiedert" hat. Wie muss dieses Bild auf Außenstehende wirken, insbesondere auf jene Kritiker aus dem linken Spektrum, welche den Black- und Pagan Metal seit jeher unter pauschalen "Nazi"-Verdacht stellen? Mit dem "Outing" des Philipp Seiler ist jetzt auch die Lüge vom angeblich "unpolitischen" (= politisch korrekten) Black- und Pagan Metal als solche entlarvt. Er hat noch am lautesten von allen Musikern gegen die angebliche "Unterwanderung von rechts" im Pagan Metal mobilisiert, und auf diese Weise gezeigt, was von derartigen Kampagnen und Parolen in der Metal-Szene überhaupt zu halten ist. Sind diese doch in den seltensten Fällen ernst gemeint, sondern sie dienen grundsätzlich als Lippenbekenntnis mit dem man sich eine problemfreie Karriere im hiesigen Musikgeschäft sichern kann. Die Fassade von "VARG gegen Nazis" ist zusammengefallen und hat ganz banalen Opportunismus offenbart. Damit ist auch die Konstruktion des "politisch korrekten" Black- und Pagan Metal nicht länger haltbar, baute diese doch sowieso immer auf einer völligen Verdrehung der Tatsachen auf. Wenn man wirklich systematisch nach "fragwürdigen" Ansichten und Kontakten in der Metal-Szene suchen würde, dann wäre ein Buch wie "Unheilige Allianzen" doch nur die Spitze des Eisberges.
Dessen ist man sich auch in der Redaktion des Legacy bewusst, und genau auf diesem Umstand begründet sich ja die praktizierte Doppelmoral im Umgang mit als kontrovers erscheinenden Bands aus dem Black- und Pagan Metal. Man kennt zwar die Wahrheit, aber in einem genuin orwell'schen Akt des Doppeldenk ersetzt man diese Wahrheit mit einer Lüge: die vom "politisch korrekten" Black- und Pagan Metal. Insofern die Bands sich darauf einlassen, können sie problemlos in die "Metal-Community" integriert werden. Dazu bedarf es nur einiger oberflächlicher Kommentare a'la "Ich war jung und naiv" oder "Ich bin nicht rechts weil ich auch Metal aus dem Ausland höre", und " vernünftige Leute" in den Redaktionen machen "die Drecksarbeit", so sieht es jedenfalls die Redaktion des Legacy, um diese Band als resozialisiert zu vermarkten. Das hätte man auch im Fall von Philipp "Freki" Seiler und VARG sehr gerne getan. Es wäre wohl auch geglückt, wenn nicht erstens der Protegé sich so dumm verhalten hätte und zweitens die Entwicklung in diesem Fall von mehreren Seiten sehr aufmerksam verfolgt wird.
Wir haben es unseren "Kollegen" mitgeteilt, dass es uns im Grunde genommen nicht interessiert, auf welchem Festival die Band VARG jetzt noch spielen darf oder wo man sie wieder vom Billing streicht. Darf VARG auf dem Ragnarök-Festival auftreten, dann spricht auch nichts gegen den Auftritt von bspw. KRODA im nächsten Jahr. Kommt ein solcher Auftritt nicht in Betracht, dann sollte man VARG konsequenterweise ausladen. Ivo Raab glaubt eine salomonische Lösung gefunden zu haben, indem er VARG gestattet ohne ihren Sänger und Gitarristen "Freki" aufzutreten. Auf diese Weise will er wohl demonstrieren, dass er sich nicht von der angeblich "rechten Hetzkampagne" gegen VARG instrumentalisieren lassen will, aber an seiner klaren Linie gegen "rechte Bands" dennoch festzuhalten gedenkt. Ivo Raab spricht von dem "Fehlverhalten einer Einzelperson", welches man nicht der gesamten Band anlasten darf. So gnädig war man aber bei TAAKE nicht, obwohl das aufgemalte Hakenkreuz auch nur von einer Einzelperson in der Band getragen wurde. Trotzdem wurde der Band nicht angeboten, man könne doch einfach ohne den Sänger auf dem PartySan Open Air auftreten.
Wohin man bei den Redakteuren und Veranstaltern in der deutschen Metal-Szene auch schaut, die Heuchelei im Umgang mit Bands, die sich nicht von vornherein als "Antifaschisten" zu erkennen geben, ist offenkundig.
Was ist im Fall von Philipp "Freki" Seiler der Skandal? Seine "rechten" Kontakte und Aktivitäten in der Vergangenheit? Die "Enthüllungen" darüber zu einem Zeitpunkt, als seine Band VARG karrieremäßig richtig durchstarten will? Die angeblichen Hintermänner der virtuellen Kampagne gegen ihn?
Der Skandal ist der Skandal. So einfach! In was für einem erbärmlichen Zustand ist die deutsche Metal-Szene, dass Musiker für ihre Meinungen und Bekanntschaften vor ein "Strafgericht" gezerrt und mit Verbannung in den "braunen Sumpf" bestraft werden können? Jeder ist sich einig, dass Philipp Seiler kein "Nazi" war und ist. Warum auch immer er getan hat, was jetzt über ihn alles erzählt wird, ist im Grunde genommen bedeutungslos. Denn er hat kein Verbrechen begangen, und Dummheit wird hierzulande nicht bestraft.
Natürlich hat es den Anschein, dass er aus Opportunismus gehandelt hat. Aber spätestens als er sich als Vorkämpfer gegen die "Unterwanderung von rechts" im Pagan Metal präsentieren wollte, muss er wohl auch aus Angst und Verzweiflung gehandelt haben. Denn die Karriere, die er mit VARG angestrebt hat, war scheinbar nur dadurch zu erreichen, dass er sich und seiner Band einen "antifaschistischen" Anstrich verpasste. Wenn man jetzt darüber nachdenkt, dann ist die Vorstellung von einer "Antifa"-Band VARG noch sehr viel verstörender als die fixe Idee einer "NSBM"-Band VARG, weil ersteres Konstrukt so überhaupt nicht zusammenpassen will. Intuitiv erahnt man die Zwangslage, welche so eine absurde Idee überhaupt erst denkbar macht.
Die Normalität im Black- und Pagan Metal sieht anders aus, als es eine kleine Clique von Redakteuren, Veranstaltern und Versandhändlern in Deutschland wahrhaben und der Szene per "Deutungs- und Meinungshoheit", die man aufgrund der Auflagenstärke von Legacy und RockHard zu haben glaubt, dekretieren will. Für Philipp "Freki" Seiler war es ganz normal, mit Personen aus jeder Ecke der doch recht heterogenen Black- und Pagan Metal-Szene bekannt zu sein. Für ihn war es offenkundig auch normal, ein Hemd einer Band, die er gerne hört, anzuziehen. Nicht normal ist der Furor, den so etwas im Blätterwald deutscher Metal-Zeitschriften auslöst. Geradezu pathologisch ist die unbedingte "rechts vs. links"-Dichotomie, mit welcher der Black- und Pagan Metal innerlich zerrissen werden soll.
Die Normalität im vorliegenden Fall würde so aussehen:
Angesprochen auf seine Bekanntschaften, erwidert Philipp "Freki" Seiler ganz nonchalant: "Who the fuck cares?! Darf ich deshalb nicht auf dem Wacken spielen? Hat dort jemals jemand gefragt, mit wem der Lemmie von Motörhead schon alles gekokst hat?" Und VARG zocken auf dem Festival, wie es sich gehört. Ohne Ausreden, ohne Entschuldigungen, ohne mit der Wimper zu zucken.
Stattdessen fühlt "Freki" sich zuerst von der "Antifa" gejagt und startet seine Kampagne "gegen rechts". Dann glaubt er sich von den "Nazis" verfolgt und stellt sich als "Aussteiger" dar. Er verwickelt sich in Widersprüche und wird der Lüge überführt; wodurch er es zumindest dem Legacy unmöglich gemacht hat, ihm die Absolution zu erteilen. Selbst wenn irgendwann einmal Gras über die Sache gewachsen ist und Philipp Seiler glaubt aus der Versenkung, in die er nun alsbald verschwinden wird, wieder auftauchen zu können, wird man ihm in diesen Kreisen nie verzeihen, dass er seine einstigen Gönner und Geschäftspartner regelrecht vorgeführt und der Lächerlichkeit preisgegeben hat.
Das hat nichts mit einem fehlenden "moralischen Kompass" bei Philipp Seiler zu tun, wie es die Redaktion des Legacy behauptet. Er wurde ein Opfer jener krankhaften Zustände in der deutschen Metal-Szene, die eine Band an der Wahrnehmung ihrer Meinungs- und Kunstfreiheit hindern wollen. Deshalb muss man kein Mitleid mit Philipp Seiler haben, weil er ziemlich genau wußte was er tat; aber eingedenk dieser Umstände kann man sein Verhalten doch ein wenig besser verstehen.
In einer normalen Metal-Szene würden VARG wie geplant auf allen großen Metal-Festivals in Deutschland auftreten. Doch in der Anomalie, die unsere Szene schon seit Jahren kennzeichnet, wird die Karriere dieser Band mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit jetzt beendet sein.
Das Glashaus, das über unserer Szene errichtet wurde um die Normalität von ihr fernzuhalten, müssen wir gemeinsam zum Einsturz bringen! Andernfalls wird es eine Situation, wie sie in den letzten beiden Wochen rund um Philipp "Freki" Seiler und VARG entstanden ist, immer wieder und immer häufiger geben. Cui bono?!
Die Ablaze-Redaktion
Weiterführende Links zum Thema:
http://www.varg.de
http://www.legacy.de
http://www.ragnaroek-festival.com
http://www.ablaze-magazin.de