... wo Tatsachen so zurechtgeschustert werden, wie sie denen am besten passen, die sich an dessen Spitze befinden. Es gibt eine bestimmte Form von Regeln und Trends, denen sich die Involvierten unterwerfen sollen und „Organe“, die sich dazu berufen sehen sie aufzustellen sowie bei Bedarf auch gern mal auf den Kopf. Dabei gilt das einfache Prinzip, dass man dort Meinungen formen und bestimmen will, wo man sich am stärksten wähnt. Eigenständig den Verstand benutzen und Hinterfragen unerwünscht!
Die Entscheidungen, die von „oben“ kommen, hat man nicht anzuzweifeln! Den Metal Fan sieht man von dort aus am liebsten als Marionette, die ihre Fäden vertrauensvoll in die Hände derer legt, die vorgeben, was selbige(r) zu denken hat. Für viele Menschen ist das der bequemste Weg. Man lässt (mit sich) machen, passt sich an, läuft mit, stimmt öffentlich zu und wagt höchstens in vertrauter Runde zu äußern, was man wirklich glaubt, wo man Unrecht erkannt hat und womit man persönlich nicht einverstanden ist. Es ist verdammt traurig, was sich in einer Szene abspielt, die doch unabhängig sein will, wie der Einzelne um seine Selbstbestimmung gebracht werden soll, damit die Meinungsmacher den Weg frei haben an Umständen zu drehen!
Diese regeln damit doch nur den Markt, indem sie z.B. den einen Bands Wege ebnen und anderen dort mehr Steine hinlegen. Es fällt nicht nur auf, dass einem dabei jedes Mittel zum höher stapeln recht ist sondern auch jedes zum Beseitigen diverser „Unebenheiten“. Wer musikalisch das Potenzial hat weit nach oben zu kommen oder weit nach oben gekommen ist, erhält die vollste Unterstützung. Vermarktungstechnisch weniger versprechende Acts, jedoch auch im Untergrund bekanntere mit qualitativ höherwertigerem Schaffen, soll der Metal Hörer bei der kleinsten Provokation oder Miss-Interpretation schnell boykottieren! Dem geht die große Metal Presse mit Gutmenschen-Beispiel voran und lässt diejenigen nicht mehr zu Wort kommen nachdem man den Zeigefinger erhob!
Eine unpolitische Gruppe, wie IMPALED NAZARENE erhielt beispielsweise 2006 keinerlei Gelegenheit sich zu den Vorwürfen der ANTIFA zu äußern als ihre Tour wegen den Hirngespinsten dieser Leute abgesagt werden musste! Ihnen wurden von sämtlichen größeren deutschen Metal Magazinen Interviews und Stellungnahmen verweigert! Sie hatten doch nur das Bedürfnis die Dinge klarzustellen, genauso wie andere Bands es behaupten zu haben, die man sich dagegen später bereitwillig aussprechen lässt! Man macht hier offensichtlich einen Unterschied. Man hat offenbar bei der „Mülltrennung“ beachtet, dass ein paar davon recycelbar sein könnten. Es sind in letzter Zeit in der Metal Szene Dinge passiert, die sich ins Unfassbare steigerten. Wir sehen uns veranlasst immer wieder darüber zu berichten, auch wenn dies den großen Magazinen gar nicht zu gefallen scheint. Sie sind stets die ersten, die sich gegen jede Art von „NS“- Tendenz in der Black- und Pagan Metal Szene aussprechen, die eine ANTIFA „aufgedeckt“ haben will und zum Boykott der jeweiligen Gruppen aufrufen, da man das als großes und größeres Magazin nun einmal so macht, um nicht selbst in Verruf zu geraten, denn das würde geringere Verkaufszahlen nach sich ziehen. Objektivität kann man sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht leisten.
Dies gilt nun auch für Szene-Emporkömmlinge mit größeren Plattenverträgen, bei denen die Verkaufszahlen stimmen müssen. Hier kann man nicht mit Boykott kommen! Sonst würden wohl möglich wichtige Beziehungen angekratzt werden. Hier muss eine Hand sorgfältig die andere waschen. Hat ein großes Label eine Band unter Vertrag genommen oder beabsichtigt dies zu tun, ist selbst jedes Gerücht, mag dort mehr oder weniger dran sein, störend. Umso mehr eine „unsaubere“ Vergangenheit. Man führe sich einfach mal vor Augen, dass es Bands gibt, bei denen Verdacht und Unterstellung zum „Schuldspruch“ reichten während bei anderen die Einstellung offensichtlich war und zum Image gehörte. Dass es Musiker gibt, die abgestempelt worden sind ohne sich zum Thema äußern zu dürfen, auf der anderen Seite jedoch die „Geläuterten“, alle möglichen reinwaschenden Ausreden zum Besten geben durften, weil es musikgeschäftsmäßig nun höher hinaus gehen sollte! Fans, die sich Gedanken machen, sind natürlich wieder unerwünscht. Genauso die Underground Musikpresse, die diese Denkanstöße gibt.
Die Reaktionen der „Großen“ im Metal- Geschäft auf einen Rundbrief, den Vic Vicious und ich in Umlauf brachten, worin es um den aktuellen Fall VARG geht, haben noch einmal unter Beweis gestellt, wie unangenehm die Aufdeckung diverser Methoden jenen Damen und Herren ist. Dabei haben wir nur dieses falsche Spiel kritisiert und darauf hingewiesen, dass ein großer Teil der Metal Szene sich sicherlich nicht verdummen lässt. Wenn man es sich zur Aufgabe gemacht hat Bands aufgrund diverser Hintergründe auszusortieren, man dann aber beobachten kann, wie einige von jenen später „wiederverwertet“ werden, fragt sich der Metal Hörer natürlich was das soll. Für wen sowieso nur die Musik zählt, wird sich persönlich nicht allzu sehr für die ideologische Vergangenheit und Gegenwart gewisser Gruppen interessieren. Aber die Szene hat auch gelernt, dass es sehr wohl auf das Image ankommt oder das, was die große Musikpresse bei einigen daraus macht. Dieses Zurechtbiegen desselben aufgrund von größeren Plattendeals, im Besonderen das inszenierte zu Kreuze kriechen gewisser Musiker ist doch nicht nur recht unglaubwürdig, sondern schon an der Grenze zum Peinlichen.
Weil wir das Thema Doppelmoral im ABLAZE bei jedem aktuellen Ereignis neu aufgreifen, sind die großen bunten Metal Blätter gar nicht gut auf uns zu sprechen und versuchen uns als ohnehin durch und durch rechtes Magazin hinzustellen, welches man auch nicht weiter ernst nehmen kann. Dadurch lassen wir uns natürlich nicht mundtot machen. Ganz im Gegenteil, da es uns bestätigt beim diesem Thema genau richtig zu liegen. (SF)